Aus dem Leben des ersten Diözesanbaurates 2

zeigt den 1. Teil dieser Serie

Bemerkenswert erscheint mir bei Kühn, dass seine bereits 1918 in der Tradition Hehls benannte Auffassung ein Architekt habe sich um alle Belange am Bau zu kümmern vom Entwurf, über die Einrichtung bis zur Abrechnung auch für sein Privatleben voll zu traf. So habe er auch viel für die Inneneinrichtung gestaltet. Sein Sohn erinnert sich aber auch an alte Möbel, wie einen schweren Eichentisch und einiges an historischer oder historistischer Ausstattung.
Hingegen war im Hause Fahlbusch fast alles durch Wilhelm Fahlbusch zeitgenössisch gestaltet. Ein Wohnzimmer nach dem Goldenen Schnitt mit modernen Möbeln, Kunst von befreundeten Zeitgenossen,
die eher zur Avantgarde zählten (zumindest im Bereich Kirchenkunst) wie Otto Hitzberger.

Abendmahl von Schelhasse (1930er) an der Chorwand von St. Michael, Wannsee (Fahlbusch, 1928)
Foto: K. Manthey, 2013

War Kühn also doch der Historist im Schatten Hehls? Dagegen habe ich länger versucht anzugehen.
Interessant ist auch, dass dem jungen Carl Ernst stehts diese komischen Rüstungen auffielen. Es handelte sich dabei wohl um Mitbringsel seines Großonkels  Klemens Wilhelm Jacob Meckel, der als preußischer General maßgeblich beim Aufbau eines modernen japanischen Heeres half. Für Ihn baute C.A. Kühn unter Federführung seine Cousins Zaar das Herrenhaus Siebeneichen am Teltowkanal in Lichterfelde.
Wir merken Familienbande überall….

Fortsetzung folgt…

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