Arbeitsbericht: Freitag, 5.10.2012

In der vergangenen Woche konnte ich einen ersten Einblick in die Unterlagen der Pfarrgemeinde zur
Heiligen Familie nehmen. Diese 1930 gebaute Friedensgedächtniskirche ist einer seiner größten Bauten. Imposant prägt sie bis heute den Kiez rund um den Humannplatz. Auffallend ist auch hier, dass Carl Kühn gewissenhaft arbeitete und der Kostendruck in den vielen Nachrechnungen und Verkleinerungen der Aufträge spürbar wird. Wie sich die Zusammenarbeit mit den anderen Künstlern, wie z.B. dem Glasmaler Carl Busch oder Josef Dorls gestaltete ist noch genauer zu beleuchten. Hatte Kühn doch selber 1918 postuliert, dass der Architekt die Oberhand in Ausstattungsfragen behalten müsse denn:
„Nur so wird endlich einmal die unkünstlerische Ausstattung auszurotten sein, mit der fabrikartige Geschäftsbetriebe, sogenannte Kunstanstalten, unsere Monumentalbauten verunstalten.“*




*Kühn, Karl (1918): Die neuen katholischen Kirchen in Friedenau und Schöneberg. In: Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u. Staatsbehören 38 (71 und 72), S. 350–351. Online verfügbar unter http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2008/5224/pdf/ZBBauverw_1918_071-072.pdf, zuletzt geprüft am 6.10.2012.

Friedensgedächtniskirche zur Heiligen Familie, geweiht am 28.9.1930
Q: Bildarchiv der Kunstbeauftragten des Erzbistums Berlin
(neu: 30.12.2014)

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