Arbeitsmonat 1: Leipzig

Für den September habe ich mich zum Schreiben zurück gezogen. Derzeit sichte ich zur Vorbereitung liegengebliebenes Material. Dabei bin ich bei weiteren Recherchen auf einen Artikel aus der Leipziger Volkszeitung gestoßen. 

Q: http://www.friedhofsspaziergang-leipzig.de/pictures/0000000059-01.jpg

Hier geht es um ein Grabmal, bei dem Carl Kühn mit dem Bildhauer Josef Limburg zusammengearbeitet hat. Beide kannten sich spätestens aus dem Projekt von Christoph Hehl in Zehlendorf. Hier baute der Professor mit seinem Assistenten Kühn die Kirche Herz Jesu (1908), für die Limburg die „Zehlendorfer Madonna“ nach der Idee Hehls lieferte. Die wiederum Vorbild des Leipziger Stückes wurde. Denn diese Madonna aus Herz Jesu hatte mittlerweile deutschlandweit Bekanntheit erlangt. War sie doch das katholische Gegenstück zur als gotteslästerlich empfundenen „Preußischen Madonna“ von Fritz Schaper (1897), welche wiederum Königin Luise mit Kind auf dem Arm zeigt.
Die Arbeit auf dem Leipziger Süd-Friedhof ist außerdem die einzige nachweisliche Arbeit Carl Kühns in Sachsen. Sicherlich war in ihrer Entstehungszeit um 1923 jede Aufgabe willkommen. Waren doch die Arbeitsverhältnisse aufgrund der wirtschaftlichen Krisen alles andere als rosig.
In dem o.g. Artikel wird Kühn als Regierungsbaumeister betitelt, sollte er wirklich diesen Titel getragen haben, würde dies staatliche Prüfung und Anstellung voraussetzen und Auskunft über seine Ausbildung geben. Mal sehen ob sich hierzu noch etwas findet.

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