Dorothée Aschoff: „schichtend“ – Skulptur, Malerei, Zeichnung.

Ausstellung auf den Katholischen Höfen Berlin (30.8.-2.10.2020)

Über die Schönheit von Kunst lässt sich bekanntlich streiten und somit ebenso über ihre Wirkung. Seit gestern ist die Ausstellung „schichtend“ zur Deutschen Einheit auf den katholischen Höfen in Berlin-Mitte zu besichtigen. Die Künstlerin Dorothée Aschoff zeigt dort Einblicke in ihr aktuelles Schaffen. Als Orte für ihre Malerei, Skulptur und Zeichnung stehen die Katholische Akademie in Berlin e.V., das Tagungszentrum Hotel Aquin, das Kommissariat der Deutschen Bischöfe – Berliner Büro sowie die PAX Bank Berlin offen.

Das Boot in der Kapelle des Berliner Büros der DBK, Foto: K. Manthey, 2020

Die Künstlerin und ihre Bilder bei „schichtend“

Vier Wochen (bis zum 2. Oktober) ist indes Zeit einzutauchen in die vielen Schichten ihrer künstlerischen Arbeit. Aschoff, Jahrgang 1965, studierte Bildhauerei und wandte sich schließlich der Frage zu, wie kann Räumlichkeit im Zweidimensionalen entstehen?

Die Hände der Künstlerin, Foto: K. Manthey, 2020
geschichtetes Papier, Foto: K. Manthey, 2020

Dem spürt sie übrigens aktuell durch behutsame Materialschichtungen nach. Mal trägt die Künstlerin mit dem Spachtel Ölfarbe auf Leinwand auf, mal klebt sie so lange Papiere auf einander bis fragile Boote entstehen oder sie erschafft mit konzentrischen Kohlebildern Räume.

Die Werke der Wahl-Neustädterin (a. d. Weinstraße) eröffnen sich hingegen nicht mit einem ersten Blick. Doch wenn man das Bild umwandert, zu einem Flaneur wird, dann findet man Schluchten, Strände, Wege u.v.m.

Bezüge zur deutschen Einheit

Darüber hinaus sind die ausgestellten Bilder starke Zeichen. Ihr Entstehungsprozeß und somit ihre Raffinesse haben müssen andauernd der Veränderung stehen. Immerhin ist für Dorothée Aschoff kein Bild einfach vollendet.

andauernde Arbeit „meerend“, Foto: K. Manthey, 2020

Dies ist jedenfalls ein Bezugspunkt zum politischen Wunder der deutschen Einheit – vermutlich dem einschneidenden Erlebnis im Leben vieler Menschen in unserem Land und nie ganz fertig. Nun gibt es in Berlins Mitte jedenfalls die Möglichkeit die Arbeiten von Dorothée Aschoff in der Ausstellung „schichtend“ zu entdecken. Wer mehrmals kommen kann, wird je nach Tageslicht immer wieder neu entdecken. Mir ist dabei aufgefallen wie viele Farben zwischen Schwarz und Weiß liegen. 

Jetzt in einem PAX-Bank-Büro, Foto: K. Manthey, 2020

Fakten zur Ausstellung „schichtend“

Die Kunstobjekte werden vom 30. August – 2. Oktober 2020 (Mo. – Do. von 9 – 16 Uhr, Fr. von 9 -13 Uhr) an verschiedenen Orten der Katholischen Höfe in der Hannoverschen Straße 5 bzw. Chausseestraße 128 in 10115 Berlin gezeigt.

Kleinere Arbeiten, diese sind in der PAX Bank zu sehen, Foto: K. Manthey, 2020

Mehr zur Ausstellung „schichtend“ findet man hier:

Seite der Katholischen Akademie in Berlin e.V.

Die Seite der Künstlerin ist hier abrufbar: http://dorotheeaschoff.de

Noch ein Ausstellungsbericht aus dem Archiv:

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