Ambrosius von Mailand (Kalender 7)

Ambrosius gedenkt die Kirche seit dem 11. Jahrhundert am heutigen Tag. Es ist der Tag seiner Bischofsweihe. Er war zu diesem Zeitpunkt römischer Statthalter in Mailand. Als Katechumene bereitet er ich auf seine Taufe vor. Doch wurde er zum Kompromisskandidaten für die beiden Seiten, zum einen der Arianer und zum anderen der Altgläubigen. Nach seiner Weihe entwickelte er seine Theologie. Geboren wurde er übrigens in Trier. Darüber hinaus hatte Ambrosius großen Einfluss im römischen Kaiserhaus. Er gilt weiterhin als Freund der Monika, der Mutter der Augustinus. Der Heilige hatte somit Anteil an dessen Entwicklung. Ebenso war er unter den Gläubigen sehr beliebt.

Das Wirken des Ambrosius

Ambrosius sei stets so umringt gewesen von armen Leuten, um die er sich hingebungsvoll kümmerte, dass man kaum zu ihm vordrang. Seine Bewunderung gegenüber einer asketischen Lebensform prägte seine Texte. Der Mailänder Bischof sorgte überdies für die Verfestigung des christlichen Glaubens. Auf Ambrosius´ Drängen hin verbot Kaiser Theodosius 391 alle heidnischen Kulte und legte seinen Ehrentitel „pontifex maximus“ und damit sein hochpriesterliches Amt ab. Der Kaiser stehe in der Kirche und nicht über ihr, habe der Heilige Bischof gesagt.

Hieronymus Wierix, Kirchenvater Ambrosius, 1586, Rijksmuseum Amsterdam, CC01

Der Heilige für Kirchen und Liturgie

Neben einem breiten theologischen Wirken, dass dafür sorgte, dass Ambrosius als „Kirchenvater“ gilt, geht übrigens das Patronat für Kirchen auf ihn zurück: So schrieb er im Epistularum liber decimus 77,13:

„Die siegreichen Opfer [also die Märtyrer] sollen an den Platz rücken, wo Christus [in der Eucharistiefeier] das Opfer, ist: dieser, der für alle gelitten hat, auf dem Altar, jene unter dem Altar, weil sie durch sein Leiden erlöst sind.“

(n. Angenendt, Heilige und Reliquien, 1994, S. 173)

Die heiligen Märtyrer sollten gewissermaßen den Menschen auf Erden und somit in ihre Kirchen beistehen. Darüber hinaus soll Ambrosius auch den Gemeindegesang in der Liturgie eingeführt haben. Zudem stammen auch Hymnen von ihm. So geht der adventliche Hymnus „Komm, du Heiland aller Welt“, der bis heute gesungen wird auf ihn zurück. Ihn gibt es in verschiedenen Fassungen u.a. von Martin Luther „Nun komm, der Heiden Heiland“.

Die Bienen

Ebenfalls ist heute der Tag des Bienenhonigs, denn Ambrosius ist unter anderem Schutzpatron der Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker. All das Verdanken wir der Legende, dass der Heilige als Kind von Bienen befallen wurde, doch diese stachen nicht sondern benetzten seine Lippen mit Honig. Aus diesem Grund ist ein Bienenkorb seine wichtigste Insignie. Ebenso soll er ein begabter Redner und Prediger gewesen sein, ein wahrer Honigmund.

Dieric Bouts, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, Adolphus und Ambrosius, ca. 1480,
Herkunft/Rechte: Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt [CC BY-NC-SA], Q: https://smb.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=227027&cachesLoaded=true

Weiterführungen im Netz

Ambrosius´ Texte in der Bibliothek der Kirchenväter (BKV)
https://bkv.unifr.ch/works

Christian Seyer und der Berliner Solistenchor, mit einer Vertonung das ambrosianischen Hymnus von 2009 bei youtube
Eine ältere 7

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