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Landpartie VI: St. Josef in Jeserig (Brandenburg)

Vor vierzehn Tagen waren wir zu einem Familientreffen in Brandenburg unterwegs.
Dabei trafen wir uns zur Messe in St. Josef Jeserig. Einer Kirche von Felix Hinssen, dem zweiten Berliner Diözesanbaurat.

Bereits vor dem 2. Weltkrieg bemühte man sich um einen Gottesdienstort zwischen Werder und Brandenburg a.d. Havel. So wurde Gottesdienst in Schenkenberg eingerichtet. Dort war wohl auch eine Kirche geplant. Zu Jeserig schreibt die Chronik:
„Die Bauzeichnungen wurden von Diözesanbaurat Felix Hinssen und dem Brandenburger Architekten Conrad Puchalla angefertigt. Die Ausführung hatte die Baufirma Liere aus Groß Kreutz übernommen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 8. Mai 1952. Trotz großer Schwierigkeiten Baumaterial zu beschaffen, konnte Bischof Weskamm die Kirche am 11. Juli 1953 weihen. Pater Georg Smelz wurde Ortsgeistlicher.“ (Chronik 150 Jahre Hl. Dreifaltigkeit, Brandenburg a.d. H., unter: http://www.hl-dreifaltigkeit.de/chronik/fs_10.htm, Zugriff: 18.10.2015)

St. Josef, alte Grundstückseinteilung, vermtl. bauzeitlich
Q: http://www.hl-dreifaltigkeit.de/chronik/images/037g.jpg

Es entstand eine Kirche mit wehrhaften, Westriegel als Turm. Innen einschiffig, eine Gruppe von kleinen Rundbogenfenstern beleuchtet den Altarraum von links. Rechts sind die Sakristei und weitere Räume angebaut.

Blick zum Altar
Foto: K. Manthey, 2015
Die gut 500 Katholiken erhielten nun eine eigene Kirche, die vor allem aus Bruchsteinen aus Berlin, welche Havelkähne abluden, gebaut wurde. Seit 1965 sind Jeserig und Lehnin eine gemeinsame Gemeinde. Ab 1983 betreut der Pfarrer der Muttergemeinde in Brandenburg wieder die Katholiken im Osten seiner Pfarrei.

Blick zur Empore
Foto: K. Manthey, 2015

Neben der architektonisch klar gegliederten Emporenwand und den kleinen Fenstern links im Altarraum, die klar die neuromanische Linie unterstreichen, die Hinssen diesem Bau gab, fasziniert mich der Korpus am Kreuz an der Altarwand. Sein Künstler ist mir bisher nicht bekannt. Stilistisch passt es gut in die Bauzeit.

Detail vom Kreuz
Foto: K. Manthey, 2015

Jeserig ist immer eine Reise wert. Doch es gibt hier nur am 1. und 3. Sonntag im Monat um 10 Uhr die Messe (ansonsten in Lehnin).

weiteres zu Hinssen (Blogintern)
Chronikeintrag zu St. Josef (extern)

Die vorherigen Landpartien:

Landpartie V: Gützkow (Vorpommern)
Landpartie IV: Viereck (Vorpommern)
Landpartie III: Blumenthal (Vorpommern)
Landpartie II: Hoppenwalde (Vorpommern)
Landpartie I: Niesky (Oberlausitz)

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