Aber wer ist dieser Kühn?

Carl Kühn,
der bisher als Traditionalist oder Historist gilt, hat selber mehr als 35 Kirchen, Notkirchen
und Kapellen errichtet. Er arbeitete nachweislich seit 1906 zusammen mit
Christoph Hehl. Dieser hatte die Professur für mittelalterliche Baukunst an der
Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg inne. Als erster eigenständiger
Bau von Carl Kühn gilt die zusammen mit Hehl entworfene Mater Dolorosa-Kirche
in Berlin-Lankwitz. Er betreute dieses Projekt bereits seit der Entwurfsphase
bis zur Fertigstellung, 1911. Ab Oktober 1926 war Kühn zum Baurat der
Fürstbischöflichen Delegatur in Berlin bestellt worden. In dieser Funktion leitete
er diverse Bauprojekte in katholischem Auftrag. Im Zuge der Bistumsgründung
(1930) wurde Carl Kühn zum Diözesanbaurat ernannt. In seiner Funktion als
Kirchlicher Baurat hat er als Vertreter des bischöflichen Bauamtes zahlreiche
oder alle Bauentwürfe gekannt und geprüft. Allein in den Jahren 1933 bis 1937
sind acht Kirchen von Carl Kühn selbst bekannt. 

Wo Carl Kühn lernte und wo er sich überall aufhielt ist bisher nicht bekannt.

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