Eine Kirche für Neukölln

Seit einer Randbemerkung in einem Artikel in Berlin und seine Bauten, Teilband 6, Sakralbauten, suchte ich nach Material für die Aussage auch Hans Herkommer, ein bekannter, moderner Architekt aus Stuttgart, habe einen Entwurf für die spätere St.-Christophorus-Kirche geliefert.

Entwurf Hans Herkommers für die Neue Kirche in Neukölln, Q: Die Baugilde, 1928, S. 55

Es muss also einen Wettbewerb gegeben haben. Daran besonders: Zum einen, dass ein späterer „Star“ der Kirchenbauszene sich um ein Berliner Projekt bemühte. Zum anderen ist der Entwurf Herkommers so radikal für die Raum- und Platzsituation vor Ort, dass das vielleicht gleichzeitig der Grund für eine Entscheidung zugunsten Kühns gewesen sein kann. Dessen Entwurf war wesentlich zurückhaltender.

Entwurf Kühns von 1931, Q: Chronik St. Christophorus Berlin-Neukölln

Doch die Umsetzung Kühns wirkt noch reduzierter als sein Entwurf. Da die links vom Turm geplante Bebauung nicht fertiggestellt wurde.

Für Freunde expressiver Architektur sicherlich bedauerlich, dass Herkommer nicht in Berlin baute.

Außenansichten kurz nach der Erbauung durch Kühn,
Q: Chronik St. Christophorus Berlin-Neukölln
(alle Abb. erneuert: 30.12.2014)

Weitere Informationen folgen hoffentlich bald…

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Kommentar (1)

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