Tägliche Kirche, Nr. 94, Heilige Familie, ehem. Klein Escherde (heute Museumsdorf Cloppenburg)

Seit 1698 war klar, dass das kleine Dorf unweit von Hildesheim eine Kirche erhalten sollte. Bereits 1699 wurde die Kirche der Heiligen Familie geweiht. Dort entstand eine einfache barocke Fachwerkkirche, diese erhielt später einen kleinen Dachreiterturm am Giebel. Ebenso kamen die heute noch erhaltenen Rundbogenfenster erst im 19. Jahrhundert in die Kirche.Doch die Gemeinde wuchs und in den 1970er Jahren war das Kirchlein endgültig zu klein. Dafür erhielt die Gemeinde einen Neubau (1974).

Die neue Kirche Heilige Familie in Klein Escherde von 1974, Foto: Kirchenfan, 2010, CC0, Q: wikimedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Klein_Escherde#/media/Datei:Klein_Escherde_Kirche.JPG (Zugriff: 22.6.2020)

Alte Kirche und erster Altar

Blick vom Chor zum Turm, Foto: K. Manthey, 2018

Die 1. Dorfkirche hingegen kam in das Museumsdorf in Cloppenburg und wurde 1977 eröffnet.

Dort wurde das Leben im Ländlichen durch die Jahrhunderte zum Ausstellungsthema gemacht. Hingegen blieb der Rennaissance-Altar aus der Zeit um 1670, welcher auch später in die kleine Kirche kam, in Klein Escherde. Dort wurde das Bildwerk in der neugebauten Kirche aufgestellt. Somit war die Verbindung zwischen den beiden Gebäuden hergestellt.

Blick in die Kirche von der Empore, Foto: K. Manthey, 2018

Kapelle am neuen Standort und neue Ausstattung

Die Kirche im Museumsdorf erhielt jedoch einen ebenfalls passenden neuen Altar. Dazu kamen Kunstwerke aus dem katholischen Oldenburger Land.

Somit fanden zwei Werk von Thomas Simon Jöllemann Aufstellung, die Josephsfigur aus dem ehemaligen Hochaltar in Friesoythe (um 1740) sowie das Taufbecken aus der gleichen Zeit. Von der Bildhauerfamilie Jöllemann und deren Werkstatt sind etliche Bildwerke in der Region. Ein spätmittelalterliches Legile (Lesepult) findet sich nun ebenfalls in der „Museumskirche“.

Der Hochaltar aus dem 19. Jahrhundert, Foto: K. Manthey, 2018

„Sehr viel jünger ist der Altar, der ins Museumsdorf gelangte, als mit der Gemeinde Listernohl im Sauerland auch deren Kirche in den Fluten der Bigge-Talsperre versank. Den Altaraufsatz bestimmt ein von dem Wiener Malerprofessor um 1840 im Stil der Präraffaeliten gemaltes Madonnenbild.“

(Seite des Museumsdorfs in Cloppenburg, link s.u.)

Die Rosenkranzspende urspr. aus Friesoythe, Foto: K. Manthey, 2018

Darüber hinaus gibt es ebenfalls ein Bild der Rosenkranzspende der Jungfrau Maria an die Heiligen Dominikus und Rosa von Lima welche zuvor ebenso in der Friesoyther Marien-Kirche hing.

Die Empore, Foto: K. Manthey, 2018

Würdigung

Ungeachtet dessen, dass die Kirche nun in einem Museumsdorf steht, passt der kleinen Bau gut in die weitläufige Anlage. Der darum angelegte Friedhof vermittelt darüber hinaus ein ein authentisches Bild einer Dorfkirche. Betritt man den kleinen Raum bemerkt man nach wie vor eine sakrale Atmosphäre. Alles ist vorhanden. Deshalb wäre es gut möglich, dass gleich ein Gottesdienst beginnt.

Verlinkungen

Die Reihe seit 94 Tagen an Ihrer Seite: https://kirchenbauforschung.info/taegliche-kirche/

Die oben zitierte Seite des Museumsdorfs in Cloppenburg: https://museumsdorf.de/besuch/haeuser/kirche-aus-klein-escherde/

Die Homepage der Gemeinde mit verschiedenen Hintergrundinfos (s. unten als PDF): https://www.kaki-gw.de/unsere-pfarrei/unsere-kirchorte/hl-familie-klescherde/

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