Fronleichnam

Heute ist das Fest des Herren Leib. Bisher habe ich dazu noch nichts gepostet. Dies soll sich heute ändern, zumindest mit einem Bild. Diese wunderbare Monstranz gehörte einst zu St. Christophorus in Neukölln. Der mythische Heilige Riese, der den Herren sicheren Fußes trug, trägt IHN abermals.

Monstranz von Reinhard Hofbauer aus der Phase der ersten Umbauten, 1938

Ein wunderbares Stück!
Hier ein Auszug aus der Pfarrchronik zur Beschreibung, geschrieben von Pfr. Funk, 1938 

(begonnen 1933 von Emil Fulge, S. 86):

„Die Monstranz zeigt als Mittelstück den heiligen Christophorus in Rücksicht auf den Zweck der Monstranz wurde er etwas abweichend von der üblichen Darstellungsweise geformt. Die Figur des Heiligen steht unten auf einen Sockel. Das obere Stück mit der heiligen Hostie ist umrahmt von den Buchstaben des Christuszeichens, diese selbst sind geschmückt mit tiefblauen, rechteckigen Lapislazuli. Das ganze ist dann nochmals umrahmt von einem Kreise, bewusst hatten wir die übliche Art und Weise der Sonne mit ihren Strahlen aufgegeben, weil wir etwas neues schaffen wollten, und weil hier zum ersten Male für unsere Kirche der Patron zur Darstellung gebracht werden sollte. Diese Monstranz passt natürlich in keine andere Kirche, aber für eine St. Christophoruskirche war sie die gegebene. Sie hat auch den Beifall der Gemeinde gefunden. Mit der Monstranz hatten wir von der gleichen Firma Passelt auch eine Custodia machen lassen, die gleichfalls der Herr Architekt Hofbauer entworfen hatte. So war es uns jetzt möglich, am kommenden hochheiligen Ostertage bei der Auferstehungsfeier unsere eigene Monstranz in Gebrauch zu nehmen.“

Hofbauer, der später besonders durch die alte St.-Canisius-Kirche von 1955 bekannt wurde, unterstützte den Pfarrer bei der Neugestaltung der Kirche. Mit den Änderungen war Kühn, als Erbauer, der 1932 geweihten, Kirche nicht einverstanden.

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