Tägliche Kirche, Nr. 35 Projekt Kallies, b. Arnswalde

Die #täglicheKirche heute ist ein Projekt der Vergangenheit. In Kallies , Kreis Damburg (heute: Kalisz Pomorski), im Osten des Bistums Berlin, sollte Ende der 1930er Jahre eine Seelsorgestelle entstehen. Die kleine Stadt gehörte zur St.-Marien-Kuratiegemeinde im gut 40 km entfernten Arnswalde (heute: Choszczno).

Skizze aus einem Brief von Diözesanbaurat Carl Kühn
an den Generalvorstand des Bonifatiusvereins in Paderborn, November 1937,
 in: ABW (Archiv Bonifatiuswerk), Akte Berlin: Kallies

Das Projekt in Kallies

In den Jahren 1937 und 1938 wurde viel dafür getan 14 Außenstationen am Rande des Bistums Berlin einen zentralen, würdigen Gottesdienstort für rund 250 Katholiken in Kallies zu geben. Aus diesem Grund plante man den Umbau eines Einfamilienhauses in Kallies bei Arnswalde. Anfänglich sollte das Haus gekauft werden. In dessen Räumen sollte ein Kapelle mit 42 Sitz- und ebenso vielen Stehplätzen eingerichtet werden. In einen Nebenraum hätten ca. 40 Menschen dem Gottesdienst ohne Blick zum Altar beiwohnen können.

Skizze von Diözesanbaurat Carl Kühn aus einem Schreiben
an den Generalvorstand des Bonifatiusvereins in Paderborn vom  16.12.1937, in: ABW, Akte Berlin: Kallies

Die geplante Kirche

Ebenfalls war der Kauf des Nachbargrundstückes in Aussicht. Dort hätte eine Kirche gebaut werden können. So dass 105 Sitzplätze und 135 Stehplätze in dem angedachten Sakralbau entstanden wären. Dann wäre die Villa zum Pfarrhaus geworden. Zumal das Kirchlein 16.000 RM kosten sollte. Für das gesamte Projekt, d. h. Kauf des Hauses mit Grundstück und des benachbarten Areals inkl. Kirchbau ca. 36.000 RM.

Carl Kühn, Skizze mit Kellergrundriss und Dachboden, aus einem Schreiben
an den Generalvorstand des Bonifatiusvereins vom  16.12.1937, in: ABW, Akte Berlin: Kallies

Fazit

Warum aus dem Projekt nichts wurde ist nicht eindeutig. Möglicherweise, wollte der angebliche Grundstückseigner nicht direkt an die Kirche verkaufen. Dafür schlug die Gemeinde eine private Käuferin vor. Überdies war jedoch die Beschaffung von Baumaterialen 1938 bereits schwierig. So wurde weiterhin die Messe in einer Schulaula in Kallies gehalten. Nichtsdestotrotz, der starke Aufbauwille im Bistum Berlin zu jener Zeit ist bewundernswert.

Die Reihe in der Übersicht

https://kirchenbauforschung.info/taegliche-kirche/

Der erste Beitrag, 2013

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