Christuskönig, Küstrin

Tägliche Kirche, Nr. 81, Christuskönig in Küstrin (kriegszerstört)

Christuskönig in Küstrin existiert heute nicht mehr. Daher ist schwierig dem Bau nach zu spüren. Doch diese und andere Kirche sind eine Erinnerung an die Veränderungen, die der zweite Weltkrieg für Menschen, Gemeinden und Grenzen bedeutet hat. Eine der späten Kirchen vor dem allgemeinen Bauverbot im Jahr 1938 war die neue katholische Kirche Christuskönig in Küstrin, der Garnisonstadt östlich der Oder.

Christuskönig, Küstrin
Gesamtansicht der Kirche Christuskönig von Wilhelm Fahlbusch, Foto vom Februar 1938
Q: PfAR Frankfurt, Bildmappe 16

Aussenbau

Erbaut hatte diese übrigens der Berliner Architekt Wilhelm Fahlbusch (1877-1962).  Ein Kirchenbaumeister der behutsam die Moderne in den regionalen katholischen Sakralbau brachte. Die Gemeinde in der Oderstadt, war eine Gründung von der Katholischen Enklave Neuzelle aus. Damit gehörte Küstrin später zum Erzbistum Breslau. Seit 1861 gab es eine einfache Kapelle. In den 1930er Jahren wurden schließlich die Pläne für einen größeren Neubau realisiert.

Christuskönig, Küstrin
Turmansicht der Kirche Christuskönig von Wilhelm Fahlbusch, Foto vom Februar 1938
Q: PfAR Frankfurt, Bildmappe 16

Finanzierung und Innenraum

1936 genehmigte Erzbischof Kardinal Bertram den Bau. Darüber hinaus gab neben dem Bonifatiusverein auch das Reichskriegsministerium Geld zu dem Neubauprojekt. Da nach wie vor viele Katholische Soldaten dort in der ehemaligen Festung stationiert waren. Die neu-sachliche Kirche überzeugte durchaus mit Größe und Weite. Allein die Christuskönigskulptur über dem Eingang war überdies 2,5 Meter groß.  Trotz einfacher Baustruktur wies die Kirche einen sehr wirk mächtigen Innenraum auf.

Blick durch die Tür / Innenansicht
Blick durch die Tür / Innenansicht Q: Cuestrin.de, Andy Steinhauf

Schluss

Bereits Ende des Krieges war die Kirche zerstört. Damit ist der Bau wohl einer der am kürzesten existierenden Kirche im Berlin-Brandenburgischen. Das Weihejahr der Kirche ist unklar. 1938 wurde sie bereits genutzt. Vermutlich gab es eine Benediktion (Einweihung zur Nutzung) und eine extra Konsekration (pontifikale Altarweihe als festliche Kirchweihe). Zur weiteren Geschichte der Gemeinde finden Sie in diesem Artikel mehr. Ein Kirchenbau, den man hoffentlich nun besser kennt.

Weiterführungen

Die Reihe: https://kirchenbauforschung.info/taegliche-kirche/

Hier geht es zur sehr guten Seite über Küstrin von Andy Steinhauf

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